Studiengang Druck- und Medientechnik und sein dmt Förderverein rücken Nachhaltigkeit in den Fokus

Nachhaltigkeit: Was kann der Einzelne tun? Wie sorgt er für Erfolgserlebnisse, die für ihn seine eigene Wirksamkeit greifbar machen – und dazu motivieren, weiterzumachen?

Diesen Fragen ging die Expertin für nachhaltiges Wirtschaften, Tina Teucher, in einem Online-Vortrag samt Workshop nach, zu dem der dmt Förderverein des Studiengangs Druck- und Medientechnik an der Hochschule München aktuelle und ehemalige Studierenden geladen hatte. Es wurde eine „positive Mitmach-Veranstaltung“, freute sich nicht nur Professor Sabine Wölflick, Vorstandsvorsitzende des dmt Fördervereins.

Wenn an einem frühen Samstagmorgen ein Vortrag stolze 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und damit den Großteil der Eingeladenen vor PC, Notebook oder Tablet lockt und diese, mit nur einer kurzen Pause, drei Stunden lang dermaßen fesselt, dass sie nicht nur sichtbar dabeibleiben, sondern sich auch immer wieder interaktiv einbringen, dann ist dies laut Prof. Wölflick „auch ein Zeichen“ – und zwar, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit generell und im Speziellen im Studiengang „Druck- und Medientechnik“ ist.

Mit Tina Teucher hatten sie, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende (und Alumnus 2006) Björn Panne und Vorstand Professor Ulrich Moosheimer eine ausgewiesene Kennerin des „Suistainable Business“ (Nachhaltigkeitsmanagement) gewinnen können. Gemeinsam entwickelten sie ein Online-Format (über Zoom), in dem Vortrag, Gedankenaustausch in zufällig ausgewählten Zweiergruppen, lebhafte Diskussionen und parallel dazu ein Chat zur Ideensammlung nahtlos ineinandergriffen.

Warum eine interaktive Online-Veranstaltung zur Nachhaltigkeit? An der Hochschule München liege das Thema laut Professor Wölflick „sehr nahe“, denn hier sei die Nachhaltigkeit einer der strategischen Schwerpunkte, „der aktiv gelebt wird! – u.a. mit fachübergreifenden Lehrprojekten, einer Ringvorlesung, der Teilnahme an den Nachhaltigen Hochschultagen und der Möglichkeit, ein studienbegleitendes Zertifikat „Nachhaltiges Denken, verantwortliches Handeln“ zu erwerben. „Das Thema liegt uns sehr am Herzen“, so die Hochschulprofessorin, die deshalb mit den dmt Förderverein Vorstandskollegen auch die Alumini mit ins Boot holte.

Erfolgsversprechend starten mit „Zukunftsfähigkeit To Go“

„Raus aus der Ohnmacht. Ein Action Plan für mehr Nachhaltigkeit im Leben und Job“ überschrieb Tin Teucher den Vormittag – und spannte einen weiten Bogen von der Definition von Nachhaltigkeit über nachhaltige Praxisbeispiele aus der Wirtschaft samt „Geschichten aus dem Nähkästchen“ bis hin zu einer Vielzahl von Möglichkeiten, wie jede und jeder einzelne einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. „Seien Sie Ritter gegen den Plastikwahnsinn, Indianer gegen das Insektensterben und Prinzessinnen für Naturkosmetik!“, rief sie in einem leidenschaftlichen Plädoyer die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer auf.

Zum Apell servierte Tina Teucher in einem „Zukunftsfähigkeit To Go“ mehrere Sofortmaßnahmen, die man erfahrungsgemäß 30 bis 60 Tage „durchhalten müsse, damit sie sich im eigenen Bewusstsein und Handeln etablieren“: Ob der Umstieg auf vegetarisches/veganes Essen oder die Nutzung von Ökostrom, einem nachhaltigen Kreditinstitut oder einer alternativen Suchmaschine – besonders wichtig sei dabei, „über sein Engagement und sein Herzensthema“ zu reden.

Mit Professor Wölflick war sich die Nachhaltigkeitsexpertin einig: „Um Veränderungen zu bewirken, sind Freude, Tatkraft, Zusammenarbeit und Humor gefragt und nicht Schuldzuweisungen und ein Rückzug ins Jammern.“

Foto: Mit Engagement beim Online-Workshop dabei. (Fotos: Mike Narsesian)

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