Nach 23 Jahren als Laborleitung geht Ulrike Rauch in den Ruhestand

Die große Abschiedsfeier musste wegen Corona ausfallen, aber im Namen aller Mitarbeiter*innen Ulrike Rauch aufrichtig zu danken, wollten sich Andreas Neumann, Jana Humrich und Alice Böhm nicht nehmen lassen.

Geschäftsführer, Klinikmanagerin und Personalratsvorsitzende verabschiedeten die bisherige Laborleiterin der Asklepios Klinik im Städtedreieck in den Ruhestand – stolze 23 Jahre in dieser „anspruchs- und verantwortungsvollen Position haben Sie im übertragenen Sinne zu einer Institution an unserem Krankenhaus werden lassen“, so Neumann beeindruckt.

1994 kam Ulrike Rauch ans Burglengenfelder Krankenhaus, ab dem 1. November 1997 leitete sie das Labor in verantwortlicher Position. In der Abteilung arbeiten ausschließlich medizinisch-technische Laborassistentinnen (MTLA) – für die anspruchsvolle Arbeit ist eine eigene, dreijährige Ausbildung vonnöten. Das Leistungsspektrum eines Labors lässt sich am besten beantworten anhand der großen Apparaturen, mit denen am Burglengenfelder Krankenhaus gearbeitet wird:

Neben Analyseautomaten für die Bestimmung von Serumparametern z.B. von Leber und Niere, für die Hämatologie (Analyse von Blutbildern) und die Hämostaseologie (Bestimmung der Blutgerinnung), für die Immunologie und die Immunhämatologie (Blutgruppenbestimmung, Immunreaktionen auf Blutbestandteile wie z.B. Erythrozyten) gibt es eine sogenannte Urin-Station um z.B. Harnwegsinfekte zu überprüfen, ein Mikroskop u.a. für die Untersuchung von Rückenmarkflüssigkeit – und natürlich ein topmodernes EDV-System, in dem alle Daten erfasst und dokumentiert werden.

Das Labor in Burglengenfeld untersucht die Blutproben der eigenen Klinik, aber auch die aus Oberviechtach und der Orthopädischen Klinik Lindenlohe, die mit Kurier zweimal am Tag ins Labor gebracht werden. Das sind an normalen Tagen bis zu 150 Proben pro Gerät.

Häufig Zeitdruck und absolute Genauigkeit in der Analyse, dazu das Hintergrundwissen, Ergebnisse auch bewerten und entsprechend einordnen zu können – „um sich in einem solchen Arbeitsumfeld dauerhaft zu beweisen, gehören höchste Professionalität, ausgeprägtes Teamplay und eine gehörige Portion Stressresistenz und Gelassenheit“. Andreas Neumann: „In Burglengenfeld hatten wir über zwei Jahrzehnte das Glück, dass wir mit Frau Rauch eine Laborleitung hatten, die diese Eigenschaften nicht nur selbst verkörperte, sondern damit die Atmosphäre in ihrem Labor prägte. Dafür gebührt ihr höchster Respekt und unser Dank.“

Bild von links: Jana Humrich, Ulrike Rauch, Alice Böhm, Andreas Neumann. (Foto: Annika Staporowski)

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