Eine Sterilisationsanlage für ein Krankenhaus in der Ukraine

Während im ersten Stock des neuen Nebengebäudes der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe fünf Operationssäle Platz gefunden haben, ist im Erdgeschoss nun eine zentrale Sterilisationsanlage (ZSVA) zuhause. Mit zum Großteil völlig neuen Gerätschaften – was wiederum Geschäftsführer Marius Aach vor die Frage stellte: Wohin mit der alten Steri-Anlage? Da diese aufgrund ihres guten Zustands „noch einsatzfähig ist“, fand sich schnell die passende Antwort und mit der „Aktion Tschernobyl Pfreimd e.V.“ eine Organisation, die seit mehr als einem Vierteljahrhundert Konvois mit Hilfsgütern in die Ukraine organisiert, wo sie von den Krankenhäusern und Hilfsorganisationen sehnlichst erwartet werden.

Dorthin hat „Aktion Tschernobyl Pfreimd e.V.“ bereits OP-Tische, Betten, Schränke und Untersuchungsgeräte gebracht – mit der gespendeten Sterilisationsanlage für OP-Zubehör werde sich laut Dr. Josef Ziegler die Hygiene in einem Krankenhaus vor Ort „entscheidend verbessern und das Risiko von Wundinfektionen immens verringern“. Der Initiator der Aktion und Kopf der heute über 80 ehrenamtlichen Mitglieder hatte mit einem Team selbst die Anlage aus Lindenlohe ausgebaut – und wird sie vor dem Transport so aufbereiten, „dass sie für die Mediziner vor Ort wie auch für den Zoll ohne Beanstandung bleibt“. Sein Dank galt Marius Aach und der Klinik: „Auch diese Spende trägt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Region bei, was die beste und effektivste Hilfe für die Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist“.

Bild 1: Nach dem Ausbau wurde die Steri-Anlage in den Lkw verladen (links Marius Aach)

Bild 2: Dr. Josef Ziegler (li) und Marius Aach im ausgeräumten Trakt der Klinik (Foto: Bernhard Krebs)

 

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